Gutes von fleissigen Bienchen

Gutes von fleissigen Bienchen -

So ein Glas mit goldgelbem Inhalt findet sich wohl in jedem Schweizer Küchenschrank: Honig. Rund 1,4 Kilogramm Honig konsumieren die Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf und Jahr. Die Auswahl an verschiedenen Sorten ist gross, doch grundsätzlich wird nur zwischen zwei Arten unterschieden.

In erster Linie wird bei Honig zwischen Blüten- und Honigtauhonig unterschieden.

Blütenhonig kann sowohl aus dem Nektar einer einzelnen Pflanze oder aber, als sogenannter Mischblütenhonig, aus verschiedenen Pflanzen gewonnen werden. Er besteht hauptsächlich aus Nektar, den die Bienen aus den Blütenkelchen der Pflanzen sammeln. Nektar ist eine Flüssigkeit, die von Blütenpflanzen im Inneren ihrer Blüte ausgeschieden wird. Der süsse Saft sammelt sich im Nektarkelch und lockt fliegende Insekten aller Art – und natürlich fleissige Bienchen – an. Heutzutage ist Blütenhonig vor allem ein Sammelbegriff für all jene Honigsorten, die keiner spezifischen, einzelnen Pflanze zugeordnet werden können. Trägt ein Honig den Namen einer Pflanzenart – wie beispielsweise Akazien-, Raps- oder Edelkastanienhonig – , bedeutet dies, dass der Honig zum grössten Teil von den genannten Blüten stammt.

Die meisten Blütenhonige kristallisieren nach ein bis sechs Wochen. Eine Ausnahme bildet der Akazienhonig, der oft zwölf Monate flüssig bleibt. Durch intensives Rühren während der Kristallisationsphase kann der Zustand des Honigs beeinflusst werden. Dabei werden die sich bildenden Zuckerkristalle mechanisch zerkleinert und es entsteht ein feincremiger, weicher Honig.

Honigtauhonig hingegen gewinnen die Bienen nicht direkt aus Blütennektar, sondern aus Honigtau, der von Blatt- und Schildläusen gebildet wird. Diese Insekten ernähren sich von verschiedenen Pflanzensäften und scheiden die überschüssige, zuckrige Flüssigkeit in Form von Honigtau wieder aus. Dieser lagert sich auf Blättern, Nadeln und Zweigen ab, wird dort von den Bienen aufgesammelt und im Bienenstock zu Honig verarbeitet.

Honigtauhonig besitzt im Gegensatz zum Blütenhonig mehr Fruchtzucker, bleibt deshalb meist lange flüssig und besitzt oft eine deutlich dunklere Farbe. Der häufig anzutreffende Waldhonig besteht aus Honigtau verschiedener Baumarten, zum Beispiel von Insekten auf Fichten, Kiefern oder Tannen, manchmal ist gar ein kleiner Anteil an Blütennektar vorhanden. Blatthonig hingegen stammt von Laubbäumen wie Eiche oder Ahorn und Tannenhonig schliesslich von Tannen, im Allgemeinen von Weisstannen.