Kultur

Advent, Advent – Engadiner Mailänderli vom Zuckerbäcker aus Sent

Advent, Advent – Engadiner Mailänderli vom Zuckerbäcker aus Sent - Kultur

Der Zuckerbäcker Peder Benderer führt sein Geschäft mit Leib und Seele. Nun schon in der dritten Generation kreiert er süsse Verführungen wie die Engadiner Nusstorte, exquisite Pralinés und in dieser Jahreszeit natürlich Weihnachtsguetzli. Der Zuckerbäcker zeigt in der Bildstrecke, wie einfach man die Engadiner Spezialität «Fuatschinas Grassas» backt – ein Buttergebäck aus dem Inventar des kulinarischen Erbe der Schweiz und ein typisches Weihnachtsguetzli.

Das RhB-Guetzli – inspiriert durch die Florentiner Pasticceria
Mit viel Geschick und Kreativität versüsst der Engadiner auch der Rhätischen Bahn die Weihnachtszeit – mit der Kreation eines ganz speziellen Gebäcks. Nun hat die RhB ein eigenes Guetzli – und was für eines. Das «Sarascha», was übersetzt so viel heisst wie «Pflasterstein», ist eine Praliné-Variation des «Pan engiadinais». Die Idee zu diesem Engadiner Brot kam Peder Benderer in Florenz. 1999 begab er sich zu Fuss auf die Spurensuche der Engadiner Zuckerbäcker, die sich im 18. Jahrhundert in der ganzen Welt eine neue Heimat gesucht hatten. 20 Tage lang war Peder Benderer unterwegs von Sent bis nach Florenz, wo das «Pan forte» in grosser Vielfalt als Spezialität gilt. Das «Pan engadinais» besteht aus feinen Mandeln, kandierten Früchten (unter anderem rote und grüne Melonen) und Haselnüssen. Passend zur Weihnachtszeit verleihen ihm Vanille, Zimt, Koriander und Muskat ein feines Aroma. Das «Sarascha» ist zudem mit einer zartschmelzenden Ganache überzogen. Aber das genaue Rezept bleibt natürlich ein Zuckerbäckergeheimnis.

Auf den Spuren der Zuckerbäcker

Auf den Spuren der Zuckerbäcker

Zuckerbäcker mit Leib und Seele: Peder Benderer führt seine Konditorei in Sent und Scuol in dritter Generation. Seinen ganz eigenen Stil fand er auf einem Fussmarsch nach Florenz.

Kulinarisches Erbe zum nachbacken
Zum Selberbacken hat Peder Benderer ein typisch traditionelles Engadiner Weihnachtsgebäck ausgesucht, den «Fuatschinas Grassas» (deutsch: «Butterfladen»). Das Mürbeteiggebäck ist sozusagen das Engadiner Pendant zum Mailänderli und wird aus demselben Teig wie die Bündner Nusstorte hergestellt. Ein scheinbar einfaches Guetzli, welches stets en vogue ist. Der Profi zeigt wie es geht – Schritt für Schritt.

Zutaten
Für circa 30 Stück benötigen Sie:
100 Gramm Zucker
255 Gramm Weissmehl
180 Gramm Butter, weich
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz