Glacier Express

Adrenalinkick mit Tradition

Adrenalinkick mit Tradition - Glacier Express

Klirrende Kälte, buntes Treiben – und natürlich ein Gläschen Schampus. So muss es sein in St. Moritz. Und somit auch zur Taufe des Bobs, den die Rhätische Bahn voll und ganz im Outfit des Glacier Express ausgestattet hat und dem Bob Club Svizzera Italiana zum Training mit dem Nachwuchs zur Verfügung stellt.

«Ich hoffe nur, mir wird nicht schlecht», sagt Fabian Capol und lacht. Er ist einer von drei Gewinnern, die eine Taxifahrt mit dem neuen Bob geniessen werden. Oliver Steffen versichert, dass er immer schon mal Bob fahren wollte und auch Jeanette Walser gibt sich zuversichtlich: «Ich bin guter Stimmung», sagt sie und fügt an, während sie eine ausschweifende Bewegung über die Szenerie macht: «Wie soll es auch anders sein, bei diesem Sonnenschein?» Die Bobs rauschen leise die einzige Natureisbobbahn der Welt hinab, die Zuschauer zücken die Sonnenbrillen und schauen dem Treiben von der Terrasse vor der Gunter-Sachs-Lodge zu: Bobfahrer aus der ganzen Welt bevölkern die Bahn, die von St. Moritz nach Celerina führt. Sie nehmen am IBSF Para Worldcup teil – querschnittgelähmte Fahrer im Monobob, beinamputierte Sportler mit dem Skeleton-Schlitten.

Ein Viererbob für den Nachwuchs
Etwas abseits vom Geschehen steht ein grosses, rotes Paket. Unter dem Stoff, der von einer weissen Schleife zusammengehalten wird, versteckt sich der heisse Schlitten im coolen Design des Glacier Express für den Bob Club Svizzera Italiana. Der Viererbob ist nach einem Monobob das zweite Trainingsgerät für den Club aus Pontresina. Sportchef Moreno Beti ist gleichzeitig Leiter der RhB-Lokführer im Engadin. Nach einer Taxifahrt in einem Bob kam einem seiner Kollegen die Idee, dass die RhB dem Club einen Bob sponsern könnte. Moreno Beti nahm Kontakt mit den Kollegen aus dem Marketing auf – und nicht mal ein Jahr später steht der Bob im Startraum des Olympia Bob Run St. Moritz.

Die Gewinner plus Begleitung sowie die Verantwortlichen von RhB und Bob Club Svizzera Italiana versammeln sich um das rote Paket. Marina Schrepfer und Luisa Costa aus dem Marketing der RhB zerschneiden das Band und lüpfen das rote Tuch. Da steht er: eisblau, mit dem Logo des Glacier Express beklebt. Die Korken knallen, die Gläser klirren, so fühlt man sich «Top of the World». Dann geht’s los: Die Taxifahrer stülpen sich die Helme über. Pilot Martin Galliker – seines Zeichens ehemaliger Weltcup- und Olympia-Teilnehmender – gibt letzte Anweisungen. Moreno Beti nimmt als Bremser für einmal nicht im Führerstand Platz. Die Parasportler räumen das Feld, Bahn frei für die Taxifahrten.

Genial und unbeschreiblich
«Encore!», ist das erste, was Pascale Nguyen im Ziel ruft. Die Begleiterin von Oliver Steffen ist hellauf begeistert von ihrer ersten Bobfahrt. Fabian Capol tönt ähnlich: «Hammer, ich will es grad nochmals machen!» Schlecht wurde dem Nordbündner zum Glück nicht, dafür kribbelt es, «wenn man immer schneller wird». Auch sein Kollege Matthias Bachmann aus Maladers grinst von einem Ohr zum anderen, als er versichert, dass die Fahrt «genial und unbeschreiblich» war. Jeanette Walser und ihre Freundin Sandra Wild gehen sogar noch weiter: «Das macht süchtig!» Also hatte Sabrina Dattilo, Produktmanagerin für den Glacier und den Bernina Express bei der RhB, völlig recht, als sie bei der Taufe sagte: «Sowohl der Glacier Express als auch die Olympische Bobbahn in St. Moritz sind Adrenalinkicks mit Tradition.»