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Mit dem Velo durchs RhB-Land

Mit dem Velo durchs RhB-Land - Powerplay

Nicht nur beim Blick aus dem Zugfenster offenbart sich die natürliche Schönheit des Bündnerlands: Auf den diversen Velo- und Bike-Touren entlang der RhB-Bahnstrecke lässt sich der Kanton auch radelnd entdecken. Und wenn die Beine nicht mehr treten mögen, wird das Velo kurzerhand auf die Schiene verladen.

Ob Familien, Geniesser oder anspruchsvolle Moutainbiker: Auf dem über 4000 Kilometer langen Netz an markierten Bikewegen in Graubünden finden alle Velofahrer eine passende Route. Contura stellt zwei schöne Routen vor – einmal für aktive Freizeitsportler, einmal für geübte Radler. In die Pedale treten, lautet die Devise!

Für aktive Freizeitsportler: Chur–Thusis

Gewusst, dass Chur in der Kategorie der mittelgrossen Städten den «Prix Velostadt» 2014 gewonnen hat? Damit ist klar: Die Alpenstadt ist die perfekte Ausgangslage für eine Velotour. Die Etappe 1 der Graubünden-Route führt aus der charmanten Kantonshauptstadt hinaus auf den sogenannten Polenweg. Als Polenweg werden hierzulande Waldwege, Feldwege und Strassen bezeichnet, die während des Zweiten Weltkrieges von internierten Soldaten der zweiten polnischen Schützendivision angelegt und ausgebaut wurden. Dazu gehört – unter anderem – der Weg von Domat-Ems nach Rothenbrunnen. Es geht nur leicht bergan, sodass man während der Fahrt den atemberaubenden Ausblick auf die Windungen des Hinterrheins geniessen kann. Und schon bald zeigt sich der blühende Obstgarten Graubündens, wie das Gebiet Domleschg auch genannt wird: Rund 120 Apfel- und Birnensorten werden hier angebaut. Bewacht von Burgen und dem Piz Beverin geht es schliesslich weiter Richtung Ziel, nach Thusis, dem kulturellen Mittelpunkt der Region.

Zahlen & Fakten: Chur–Thusis
Länge: 26km
Anforderung: mittel
Kondition: mittel

Für geübte Velofahrer: St. Moritz–Scuol

Wer sich beim Velofahren gerne etwas mehr verausgabt, für den hat Contura die Route St. Moritz–Scuol ausgesucht – eine Teilstrecke des Inn-Radwegs, der entlang dem rauschenden Inn von Maloja bis Martina führt. Los geht’s im noblen St. Moritz, vorbei am glitzernden See und dem Stazerwald, hinunter nach Samedan. In La Punt-Chamues-ch erfreuen die prachtvollen Patrizierhäuser das Auge, dann präsentiert sich einmal mehr die natürliche Schönheit des Kantons: Mal etwas bergauf-, dann wieder abwärts geht die Fahrt am Rand zum Schweizerischen Nationalpark weiter. Ab Zernez wird das Tal enger – und der Inn wilder. Jetzt heisst es: kräftig treten, denn es gilt die rund 287 Höhenmeter von Lavin bis nach Guarda zu überwinden. Doch das Engadiner Bilderbuchdorf und die abwechslungsreiche Terrassenlandschaft entschädigen die Anstrengung allemal. Bei der Abfahrt nach Ardez können die Beine nochmals Energie tanken, für den letzten Anstieg bis nach Ftan – dann winkt das Ziel: Die gut fünf Kilometer hinunter nach Scoul sind nun mit links zu schaffen. Was gibt es Schöneres, als nach dieser sportlichen Leistung ins warme Wasser des Thermalbads Scuol einzutauchen?

Zahlen & Fakten: St. Moritz–Scuol
Länge: 68km
Anforderung: mittel
Kondition: schwer