Stiftung Pro Bartgeier

Stiftung Pro Bartgeier -

Der Bartgeier – mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern und leuchtend roten Augen – wurde lange Zeit verfolgt, bis er vor rund 100 Jahren ganz aus unserer Berglandschaft verschwunden war. Die Stiftung Pro Bartgeier setzt sich dafür ein, diesem mächtigen Greifvogel seinen angestammten, alpinen Lebensraum zurückzugeben.

Als Kinderfresser und Lämmergeier verrufen, wurde der Bartgeier im 19. Jahrhundert in den Alpen ausgerottet. Verschiedene Faktoren trugen dazu bei: Einerseits verschlechterte sich das Nahrungsangebot für den Aasfresser, da die Weidewirtschaft immer mehr aufgegeben wurde und die Wildtierbestände auf einem Tiefpunkt angelangt waren. Andererseits wurde der Bartgeier aber auch rücksichtslos von Jägern und Trophäensammlern verfolgt.

Die gemeinnützige Stiftung Pro Bartgeier wurde 1999 ins Leben gerufen. Sie ging aus der 1990 gegründeten «Gesellschaft zu Wiederansiedlung des Bartgeiers» hervor. Ziele der Stiftung sind, geeignete Voraussetzungen für die Wiederansiedlung des Bartgeiers zu schaffen, Freilassungen in der Schweiz und im benachbarten Alpenraum durchzuführen und das Wiederansiedlungsprojekt umfassend zu begleiten. Dazu arbeitet sie mit diversen Organisationen und Partnern im In- und Ausland zusammen.

Der Bartgeier kommt in zerklüfteten und abgelegenen Gebirgsregionen oberhalb der Baumgrenze in Europa, Afrika und Asien vor. Sein silbergrau gefärbtes Gefieder weist an Kopf, Hals und Beinen eine hell- bis rostbraune Färbung auf. Markant sind seine langen, spitzen Flügel und der keilförmige Schwanz. Der Bartgeier ist mit seiner Flügelspannweite von bis zu drei Metern ein meisterhafter Flieger. Er ernährt sich von toten Tieren – oder besser: fast zu 90 Prozent von deren Knochen. Zu grosse Knochen lässt er aus grosser Höhe auf die Felsen fallen, damit sie zersplittern.

Dank des erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekts leben heute im Alpenraum, Sichtungen zufolge, wieder rund 150 Bartgeier – der tatsächliche Bestand dürfte aber noch höher liegen, da kaum alle Tiere entdeckt werden können.

Engagement für die Natur

Engagement für die Natur

Der Churer Biologe Jürg Paul Müller gilt als einer der Vorkämpfer für die Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Der 69-Jährige engagiert sich mit viel Herzblut für die Wiederansiedlung des Bartgeiers – ist aber auch anderweitig engagiert.

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Vogelper­s­pektive: Bartgeier in den Alpen

Vogelper­s­pektive: Bartgeier in den Alpen

«Der Bartgeier kommt mit einer sehr ruhigen Art durchs Leben – das fasziniert mich», sagt Jürg Paul Müller. Der Churer Biologe gilt als einer der Vorkämpfer für die Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Zusammen mit seinem Team von der Stiftung Pro Bartgeier sorgt er dafür, dass die bedächtigen Vögel, die Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurden, wieder durch die Lüfte unserer Gefilde schweben.