Tradition

Langwieserviadukt

Langwieserviadukt - Tradition

Nicht nur die Autos im Bündnerland, auch die Züge der RhB überqueren hie und da Täler und Flüsse auf beeindruckenden Brücken. Eine davon ist der Langwieserviadukt auf der Strecke Chur – Arosa: Wie ein majestätischer Triumphbogen steht die einspurige Eisenbahnbrücke 62 Meter hoch über der Schlucht.

Die alpine Bündner Landschaft mit den stolzen Felsen und den tiefen Schluchten stellte beim Bau der ersten RhB-Strecken immer wieder eine Herausforderung dar: Zum 384 Kilometer langen Streckennetz gehören heute rund 100 Tunnel und insgesamt 592 Brücken. Der Langwieserviadukt ist einer davon – und mit seinen 284 Metern Länge und den grossen Bogen zählt er neben dem Wiesner- und dem Landwasserviadukt zu den prachtvollsten Exemplaren auf der Strecke der RhB. Er gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke aus der Frühzeit des Betonbaus und fand als erste betonierte Eisenbahnbrücke dieser Grösse bei seiner Eröffnung im Jahr 1914 weltweite Beachtung. Der Langwieserviadukt überquert unmittelbar nach Langwies in über 60 Metern Höhe schnurgerade die beiden Flüsse Sapünerbach und Plessur. Mit einer Hauptbogen-Spannweite von 100 Metern stellt der Langwieserviadukt die Brücke mit der grössten Spannweite auf dem RhB-Netz dar.

Kleine Bündner Brückenkunde

Kleine Bündner Brückenkunde

Er ist so etwas wie der Vater des Schweizer Brückenbaus: Christian Menn – Bündner, Bauingenieur und Brückenbauer. Allein im Kanton Graubünden hat er mit seinem Ingenieurbüro über 40 Brücken projektiert, gesamthaft waren es über 60. Contura hat sich einige dieser beeindruckenden Bauwerke angesehen.