Was macht eigentlich...

... der Greenkeeper vom Golfplatz Kulm im Winter?

... der Greenkeeper vom Golfplatz Kulm im Winter? - Was macht eigentlich...

Im Sommer steht bei Greenkeeper Bart Davey der Rasen der Golfanlage Kulm in St. Moritz im Mittelpunkt. Zwischen sechs und acht Uhr morgens beginnt sein Tag. Von Mitte April bis Ende Oktober sorgt der gebürtige Neuseeländer für einen optimalen Golfrasen. Dafür mäht, belüftet und düngt er ihn.

Im Sommer steht bei Greenkeeper Bart Davey der Rasen der Golfanlage Kulm in St. Moritz im Mittelpunkt. Zwischen sechs und acht Uhr morgens beginnt sein Tag. «Je nachdem ob Turniere oder viele Reservationen anstehen, muss ich früher bereit sein als sonst», sagt der 43-Jährige. Von Mitte April bis Ende Oktober sorgt der gebürtige Neuseeländer für einen optimalen Golfrasen. Dafür mäht, belüftet und düngt er ihn. «Als Greenkeeper ist man bei jedem Wetter draussen», sagt er. «Das gefällt mir an meiner Sommerstelle.» Zudem sei Rasen eine lebendige Materie, die auf Wettereinflüsse oder Beanspruchung unterschiedlich reagiere. «Das und auch der Kontakt mit den Golfern machen meine Arbeit sehr vielseitig», sagt Davey. Ausserdem seien auch immer wieder prominente Gäste auf «seinem» Green anzutreffen, wie zum Beispiel die Golfstars Caroline Rominger und Robert Baker oder die Fussballmannschaft des FC Basel.

In Neuseeland hat Bart Davey eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. Seit 20 Jahren ist er in der Schweiz und hier nach verschiedenen Anstellungen und einer Greenkeeper-Ausbildung zur Golfanlage Kulm gekommen. «Der Platz ist traumhaft», schwärmt Davey. Er liegt am Dorfrand von St. Moritz und ist dennoch sehr ruhig. Ausserdem hat der Platz eine spannende Geschichte. Dieser wurde nämlich 1891 angelegt und ist einer der ältesten Golfplätze auf dem europäischen Festland. Im Winter kreuzt die Olympia-Bobbahn den Golfplatz und die Driving Range. 1928 und 1948 diente der Platz gar für das Olympia-Stadion. «Besonders schön finde ich ausserdem den uralten Baumbestand auf der Anlage», sagt der Greenkeeper.

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Entlang des Streckennetzes finden sich viele spektakuläre Abschläge – mitten im Dorf, über dem Rhein oder auf einem der höchstgelegenen Golfplätze Europas. Victor Zindel, Mitarbeiter der RhB und passionierter Golfer, verrät seine Lieblingsplätze.

Der Schnee isoliert den Rasen im Winter
Auch wenn Bart Davey die Golfanlage im Sommer hegt und pfl egt – eine Abneigung gegen den Winter kennt er nicht. «Der Schnee ist für den Rasen im Winter eine Isolation und schützt ihn vor der Kälte. Im Frühling bewahrt die Schneedecke den Platz vor dem Austrocknen», erklärt Davey. «Deshalb ist diese gar nicht so schlecht, wie man denken könnte.» Allerdings sei es wichtig, dass der Rasen in einem einwandfreien und gesunden Zustand sei, bevor der erste Schnee falle. Ab Mitte April befreit der Greenkeeper den Platz dann aber doch von der weissen Pracht. «Dann braucht der Rasen Sonne und Luft.» Bis es aber so weit ist, hält der Golfplatz unter einer dicken Schneedecke Winterschlaf – und Bart Davey arbeitet während dieser Zeit in einem Sportgeschäft, wo er Skier wartet und vermietet.