Bahnmuseum Albula

Neues Zuhause für das Krokodil

Neues Zuhause für das Krokodil - Bahnmuseum Albula

Einsteigen, erleben, mitmachen: Das Bahnmuseum Albula entführt Eisenbahnfans im ehemaligen Zeughaus Bergün auf eine Reise in die Vergangenheit – mit über 400 Exponaten aus der Geschichte der RhB.

Ab Juni 2012 ist die UNESCO Welterbestrecke Albula um eine Attraktion reicher – dank dem Bahnmuseum in Bergün (Eröffnung: 2. Juni 2012). Auf 1'300 m2 Ausstellungsfläche lässt sich die Geschichte der Rhätischen Bahn nacherleben. Der Besucher wandelt durch Täler und Tunnel, erfährt Wissenswertes zu den Pioniertaten rund um den Bau der Strecke, besucht eine Station und eine Werkstattgrube oder nimmt Teil an einem Gespräch zwischen einem pensionierten Lokomotiv-Bauingenieur und einem aktiven Lokführer. Denn die Menschen rund um die RhB spielen im Museum ebenfalls eine wichtige Rolle: Das Bahnmuseum Albula sammelt persönliche Geschichten, gefunden in Archiven und Zeitzeugenberichten, in historischen Filmfragmenten und Fotografien, in Radioreportagen und Zeitungsartikeln. Auch die Geschichten der Besucher sind gefragt: Schulreisen, Begegnungen mit Menschen in der Bahn oder andere unvergessliche Erlebnisse in der RhB können nebst Bildern via Webseite übermittelt werden.

Der Zeitreisende wird Teil des Erlebnisses Bahnmuseum. Er ist eingeladen, mitzudenken und anzupacken, zum Beispiel an Diskussionen zur Streckenführung am eigens für das Bahnmuseum entwickelten Topografie-Simulator, der nebst anderen Simulationen zum Mitmachen anregt. Kinder finden einen für sie gestalteten Weg durch die Ausstellung, mit kindgerechten Informationen oder Aufgaben: Am Modell des berühmten Solisviadukts üben Nachwuchs-Baumeister die Konstruktion eines Gerüsts und im Büro der Station versuchen sich junge Stationsvorsteher im Umgang mit Stellwerken und Signalen.

Interview mit Stiftungsratspräsident des Bahnmuseums Albula

Interview mit Stiftungsratspräsident des Bahnmuseums Albula

Erfahren Sie weitere Hintergrundinformationen rund ums Bahnmuseum Albula.

Fahrsimulator: Gäste lenken das «Krokodil»
Das «Rahmenprogramm» zur eigentlichen Ausstellung verspricht ebenfalls kurzweilige Momente. So können dank der Lage direkt an den Gleisen nostalgische Zugkompositionen vorfahren. Und in einer der letzten erhaltenen Lokomotiven der Baureihe RhB Ge 6/6, genannt «Krokodil», lassen sich im Fahrsimulator im Führerstand virtuelle Fahrten durch das Albulatal unternehmen. Klar, dass auch die kleine Stärkung und Erfrischung nach dem Museumsbesuch stilecht geschieht. Das Museumsgebäude beherbergt neben den Ausstellungsräumen auch das Buffet, dessen Inneneinrichtung aus originalen Sitzmöbeln verschiedener Speise- und Salonwagen besteht.